Montag, 9. Januar 2017

Was ist das für 1 Verwaltung?


(auch ca. Ende September 2016)

Also, wer dachte, in Deutschland ist alles sehr bürokratisch und man muss viele Formulare ausfüllen und an viele verschiedene Orte rennen, um etwas zu erledigen, der hat sich geschnitten. Kommt mal nach China, liebe Leute! :)
Das alles ist hier meistens auch noch gepaart mit Leuten, die denken, sie wüssten, was sie tun (denkt euch den Rest!), mit Leuten die kein Englisch können, obwohl sie in der School of International Education (SIE) arbeiten, mit Gebühren für jeden noch so kleinen Schnipsel Papier und auch mit viel Glück.
Ungefähr der Reihe nach mussten wir uns erst in der SIE, im Wohnheim, irgendwie nochmal in der Uni, bei der Gesundheitsbehörde und bei der Polizei anmelden und uns außerdem auch noch für die Uni-Card bewerben, eine SIM-Karte kaufen, ein Bankkonto eröffnen und irgendwo und irgendwann auch noch einen Account für das Internet auf dem Zimmer anlegen.
Beim Gesundheitsamt mussten wir nochmal kommen, denn unerwarteterweise waren am Anfang des Semesters viele neue Leute da, dann mussten wir auch noch mehr bezahlen als gedacht; bei der Bank saßen 5 Freunde bestimmt eine ganze Stunde nur um einer nach dem anderen die Handynummer zu ändern und beim Uni-Card-Zentrum hatte nur ich Glück und bekam meine Karte sofort, mein französischer Kollege musste sicherlich noch drei Wochen warten!
Bei der Polizei waren Josh und ich so schnell und unproblematisch fertig, dass wir noch 2min unschlüssig da standen, bis uns die Angestellten weggeschickt haben („好了!”). Allerdings behalten die für fast einen Monat unseren Pass, nur um einen Aufkleber mit der Aufenthaltsgenehmigung einzukleben!? Das ist schon ganz schön ärgerlich, denn wir haben Anfang Oktober eine Woche frei, können aber nicht verreisen, denn dafür braucht man immer den Pass. Doof!

Als Josh und ich versucht haben, uns für das Internet anzumelden, spielte sich folgende Szene ab:

Ältere Dame: „罢了立刻就哦卡噩梦咯哦特马拉松。。。”... merkt dann, dass wir nix verstehen und ruft eine Kollegin, die denkt, sie könnte Englisch sprechen.
Kollegin: „Do you have a …“ sucht auf meinem Handy nach dem Wort „ ...router?“
Wir: „No, we don‘t have a router yet, but we have to create an account first. Can we do it here?“
Kollegin: „Do you have a router?“
Wir: „No but we want to create our account first. Is this the right place?“
Kollegin: „Do you have a router?“
Wir: ~~
Kollegin, setzt an zu reden..
Ich: „Josh, let‘s go please. It won‘t work today. And if she repeats her sentence with the router, I‘ll get mad. Really mad...“

So viel dazu, es ist ja auch nicht alles schlecht. :D

Völlig unzusammenhängend noch ein paar Bilder:

Hier gibt es sehr sehr günstig, um nicht zu sagen billig, Kleidung. Schaufensterpuppen, die so aussehen wie Josh, gibt es dagegen noch (!) nicht im Angebot.

Hier gibt's Kunst. Hat nix gekostet hinzugehen, war aber nicht umsonst!

Hier gibt es sehr sehr gute deutsche Design-Qualität. (Keine Schleichwerbung, das wüsste mein Kontostand!)

Noch etwas ab vom Thema: Wir hatten eine ansonsten recht unspektakuläre Eröffnungszeremonie an der Uni, aber diese Folie hat unser aller Aufmerksamkeit geweckt: Gut, dass die Uni es immer noch versucht, uns seihr eindrucksvoll über die Folgen von übermäßigem Alkoholkonsum aufzuklären, vielen Dank, 交大! :D
 

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