(auch ca. Ende September 2016)
Also, wer dachte, in
Deutschland ist alles sehr bürokratisch und man muss viele Formulare
ausfüllen und an viele verschiedene Orte rennen, um etwas zu
erledigen, der hat sich geschnitten. Kommt mal nach China, liebe
Leute! :)
Das alles ist hier
meistens auch noch gepaart mit Leuten, die denken, sie wüssten, was
sie tun (denkt euch den Rest!), mit Leuten die kein Englisch können,
obwohl sie in der School of International Education (SIE) arbeiten,
mit Gebühren für jeden noch so kleinen Schnipsel Papier und auch
mit viel Glück.
Ungefähr der Reihe
nach mussten wir uns erst in der SIE, im Wohnheim, irgendwie nochmal
in der Uni, bei der Gesundheitsbehörde und bei der Polizei anmelden
und uns außerdem auch noch für die Uni-Card bewerben, eine
SIM-Karte kaufen, ein Bankkonto eröffnen und irgendwo und irgendwann
auch noch einen Account für das Internet auf dem Zimmer anlegen.
Beim Gesundheitsamt
mussten wir nochmal kommen, denn unerwarteterweise waren am Anfang
des Semesters viele neue Leute da, dann mussten wir auch noch mehr
bezahlen als gedacht; bei der Bank saßen 5 Freunde bestimmt eine
ganze Stunde nur um einer nach dem anderen die Handynummer zu ändern
und beim Uni-Card-Zentrum hatte nur ich Glück und bekam meine Karte
sofort, mein französischer Kollege musste sicherlich noch drei
Wochen warten!
Bei der Polizei
waren Josh und ich so schnell und unproblematisch fertig, dass wir
noch 2min unschlüssig da standen, bis uns die Angestellten
weggeschickt haben („好了!”).
Allerdings behalten die für fast einen Monat unseren Pass, nur um
einen Aufkleber mit der Aufenthaltsgenehmigung einzukleben!? Das ist
schon ganz schön ärgerlich, denn wir haben Anfang Oktober eine
Woche frei, können aber nicht verreisen, denn dafür braucht man
immer den Pass. Doof!
Als Josh und ich
versucht haben, uns für das Internet anzumelden, spielte sich
folgende Szene ab:
Ältere Dame:
„罢了立刻就哦卡噩梦咯哦特马拉松。。。”...
merkt dann, dass wir nix verstehen und ruft eine Kollegin, die
denkt, sie könnte Englisch sprechen.
Kollegin:
„Do you have a …“ sucht auf meinem Handy nach dem Wort „
...router?“
Wir:
„No, we don‘t have a router yet, but we have to create an account
first. Can we do it here?“
Kollegin:
„Do you have a router?“
Wir:
„No but we want to create our account first. Is this the right
place?“
Kollegin:
„Do you have a router?“
Wir:
~~
Kollegin,
setzt an zu reden..
Ich:
„Josh, let‘s go please. It won‘t work today. And if she repeats
her sentence with the router, I‘ll get mad. Really mad...“
So
viel dazu, es ist ja auch nicht alles schlecht. :D
Völlig unzusammenhängend noch ein paar Bilder:
| Hier gibt es sehr sehr günstig, um nicht zu sagen billig, Kleidung. Schaufensterpuppen, die so aussehen wie Josh, gibt es dagegen noch (!) nicht im Angebot. |
| Hier gibt's Kunst. Hat nix gekostet hinzugehen, war aber nicht umsonst! |
| Hier gibt es sehr sehr gute deutsche Design-Qualität. (Keine Schleichwerbung, das wüsste mein Kontostand!) |
Keine Kommentare:
Kommentar veröffentlichen