Samstag, 6. Januar 2018

Familienbesuch, Klappe die zweite




Eigentlich war Ende Februar die offizielle Reisezeit beendet und die Uni hat wieder angefangen, ich war aber natürlich nicht böse, dass ein Teil meiner Familie sich entschieden hatte, mich zu dieser Zeit noch zu besuchen! Nein, ich war sogar überglücklich, auch noch meine liebe Tante Bärbel und dazu Anne, Paul und Daniel zu begrüßen und ihnen erst Xi‘an zu zeigen und dann noch gemeinsam Peking zu erkunden!

Chrm, leider sieht man ja die Terrakotta-Krieger im Hintergrund gar nicht so richtig... naja, wichtig sind ja auch die Personen im Vordergrund!


In Xi‘an standen natürlich wieder die üblichen Sehenswürdigkeiten wie Terrakotta-Armee (mein drittes Mal, check!) und Stadtmauer (mind. mein fünftes Mal!) auf dem Plan, aber an einem Tag haben wir auch noch einen weiteren Ausflug zu einem mir unbekannten Tempel, dem Famen-Tempel (法门寺) gemacht. Dort wird, der Überlieferung nach, ein Fingerknochen Siddharta Gautama, dem Begründer des Buddhismus verehrt, und dafür hat man neben dem eigentlichen Tempel einen gigantischen neuen „Tempel-Kultur-Komplex“ gebaut, neben dem man die ganzen Schätze aus der Tang-Dynastie leider etwas übersieht. Auch ziemlich typisch chinesisch hat die Besichtigungstour dorthin uns auch nur knappe 3,5h Zeit für alles zusammen gegeben, von denen man am Ende auch noch mindestens 15min in einem labyrinthartigen „Besucherzentrum“ verbringt, das ausnahmslos die immergleichen Souvenirs an den Besucher bringen will. Schließlich haben wir alle den versteckten Ausgang gefunden und wegen 10min Verspätung aber ordentlich Schelte vom Busfahrer bekommen…. (Zum Glück hatte er ja doch gewartet. ;) )

Das Gelände ist wirklich unglaublich groß!


Übrigens, das Türmchen dort links am Bildrand ist die richtig wichtige Pagode, der Rest ist nur Beiwerk, ist doch klar, oder?

法门寺 Famen-Tempel nochmal in Nahaufnahme.

 Außerdem haben wir bemerkenswerterweise im Prinzip jegliches mögliche Wetter mitgenommen, es war erst richtig schön frühlingshaft, dann sehr kühl und windig und dann hat es schließlich sogar noch geschneit und geregnet, womit wir ganz und gar nicht mehr gerechnet hatten!


Verschneiter Campus meiner Uni.

Auch in auf dem Gelände meines Lieblingstempels lag noch etwas Schnee.

Auf der Stadtmauer war schon für chinesisch Neujahr geschmückt, welches das Jahr des Hahnes werden sollte.

Kofi Annan und Hitler zusammen in Auslage? In China kein Problem!
"Mist, die Leiter ist zu kurz!" - "Kein Problem, Bro, haben doch das Auto dabei!"

"Schatz, warst du heute schon mit den Affen Gassi gehen?"
 
Nach einigen super schönen Tagen mit fünf anderen Nentwigs haben wir erst Markus verabschiedet, der sich wieder auf den Heimweg nach Deutschland gemacht hat, dann sind wir am Abend mit der obligatorischen Verspätung von 1h nach Peking geflogen.
Auf dem Plan standen selbstverständlich neben den Hutongs 胡同, wo wir gewohnt haben und in denen man sich eher wie in einer Kleinstadt fühlt, denn wie in einer Weltstadt, die Verbotene Stadt 故宫 und die Lange Mauer 长城 in Mutianyu 慕田峪, das alles bei Kaiserwetter mit Blick von der Stadt bis zu den Bergen, aber trotzdem noch etwas Schnee in den schattigen Ecken der Paläste und auch in den Bergen bei der Mauer.


Echte Pekingente war natürlich ein Muss!

Blick auf den Tian'anmen-Platz, links sieht man noch die halbe Mao-Gedächtnishalle und im Hintergrund das 天安门 Tian'anmen, das Tor des Himmlischen Friedens, welches zur Verbotenen Stadt führt. Übrigens muss man, nur um auf den Platz zu gelangen, durch eine Sicherheitsschleuse gehen, rechts am Rand sieht man die große Menge wartender Leute.

Und da liegt sie direkt vor uns, die Verbotene Stadt.

Hat auch nur kurz gedauert, die Tickets zu bekommen...

太和门 Taihemen, das Tor der höchsten Harmonie.





Ist ja auch langweilig, so ein Museum, da kommt ein wenig Schnee doch sehr gelegen!

Sonnenuntergang am Ausgang.


Schon irgendwie ein wahr gewordener Kindheitstraum, einmal die Lange Mauer zu sehen!



Danke, Henkel! :D

Danach musste ich dann wieder nach Xi‘an fliegen (natürlich auch mit Verspätung, wo würden wir denn hinkommen am Pekinger Flughafen?), denn irgendwann sollte ich ja dann doch mal wieder studieren! ;)



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